Die Pilgerreise
Da heute so schönes Wetter war, haben Ayka und ich beschlossen zum nächsten größeren Supermarkt zu laufen. Dabei handelt es sich um einen Markt der Kette Weils, der nicht ganz so billig ist wie Walmart (und auch nicht immer offen hat), dafür kann man in 20 Minuten hinlaufen. Weil's verkauft eine Art Mineralwasser - Weil's Selzer - die ich hier im Land der Dasani-Trinker besonders ins Herz geschlossen habe und so bin ich schon öfters dort gewesen.
Wir haben dort also eingekauft, die Einkaufstüten geschultert und waren gerade dabei uns auf den Weg nach Hause zu machen, als uns eine Frau von ihrem Van aus zurief, ob sie uns mitnehmen kann.
Meine Mama und mein Papa haben mir zwar immer verboten bei fremden Leuten ins Auto zu steigen, aber da Ayka dabei war um mich zu beschützen, ich jetzt ja ein großer Junge bin und die Frau so nett aussah mit ihren Kindern, fragte ich sie, wohin sie den fahren würde.
Sie antwortete, dass sie uns hinfahern würde, wo immer wir hin müßten.
Das ist mal ein Angebot, oder? Vielleicht hätten wir es seltsam finden müssen, aber Ayka und ich ich dachten uns nur "sehr freundlich" und stiegen schwer beladen in den Van. Wir machten es uns also zusammen mit den sechs Kindern und der Frau, die sich als Michelle vorstellte, gemütlich. Michelle bat mich, sie zu leiten und fing an vom Weihnachtsfest zu erzählen und dass ihr Mann ihr auch verboten hat Fremde mitzunehmen. Außerdem brachte sie zum Ausdruck, dass wir ihr so leid täten, da wir keine Gemeinde hätten, in der wir uns zu Hause fühlen könnten...
Michelle hat uns dann bis vor die Haustür gebracht, und uns eine Adresse einer christlichen Organisation gegeben, bei der wir uns umbedingt melden sollen. Desweiteren gab sie uns ihre private Adresse samt Telefonnummer (!) mit den Worten:
"Ruft an, ich kann Euch abholen wann immer ihr wollt. Ihr könnt dann bei mir Essen und mit meinen Kindern spielen. Ich fahr Euch dann auch wieder nach Hause. Wir werden viel Spass zusammen haben."
Vielleicht bin ich es einfach aus Deutschland nicht gewohnt, dass einem so etwas passiert, ohne dass die beteiligten Personen etwaigen Sekten oder ähnlichem angehören. Ich bin jedoch immer noch irritiert und werde heute Abend mal richtig heiß duschen...
Vielleicht sollte man ja doch immer auf seine Eltern hören.
Liebe Grüße
Jochen
Wir haben dort also eingekauft, die Einkaufstüten geschultert und waren gerade dabei uns auf den Weg nach Hause zu machen, als uns eine Frau von ihrem Van aus zurief, ob sie uns mitnehmen kann.
Meine Mama und mein Papa haben mir zwar immer verboten bei fremden Leuten ins Auto zu steigen, aber da Ayka dabei war um mich zu beschützen, ich jetzt ja ein großer Junge bin und die Frau so nett aussah mit ihren Kindern, fragte ich sie, wohin sie den fahren würde.
Sie antwortete, dass sie uns hinfahern würde, wo immer wir hin müßten.
Das ist mal ein Angebot, oder? Vielleicht hätten wir es seltsam finden müssen, aber Ayka und ich ich dachten uns nur "sehr freundlich" und stiegen schwer beladen in den Van. Wir machten es uns also zusammen mit den sechs Kindern und der Frau, die sich als Michelle vorstellte, gemütlich. Michelle bat mich, sie zu leiten und fing an vom Weihnachtsfest zu erzählen und dass ihr Mann ihr auch verboten hat Fremde mitzunehmen. Außerdem brachte sie zum Ausdruck, dass wir ihr so leid täten, da wir keine Gemeinde hätten, in der wir uns zu Hause fühlen könnten...
Michelle hat uns dann bis vor die Haustür gebracht, und uns eine Adresse einer christlichen Organisation gegeben, bei der wir uns umbedingt melden sollen. Desweiteren gab sie uns ihre private Adresse samt Telefonnummer (!) mit den Worten:
"Ruft an, ich kann Euch abholen wann immer ihr wollt. Ihr könnt dann bei mir Essen und mit meinen Kindern spielen. Ich fahr Euch dann auch wieder nach Hause. Wir werden viel Spass zusammen haben."
Vielleicht bin ich es einfach aus Deutschland nicht gewohnt, dass einem so etwas passiert, ohne dass die beteiligten Personen etwaigen Sekten oder ähnlichem angehören. Ich bin jedoch immer noch irritiert und werde heute Abend mal richtig heiß duschen...
Vielleicht sollte man ja doch immer auf seine Eltern hören.
Liebe Grüße
Jochen



1 Kommentare:
Klasse, hört sich nicht schlecht an, wenn ich diese Frau auch etwas eigenartig finde. Hier schneit es übrigens auch gerade... vielleicht klappt es ja mit weißen Weihnachten auch in Mainz
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