Essen & Trinken

Manche kulinarischen Köstlichkeiten vermißt man hier recht schnell. Ich fang mal mit dem Mineralwasser an. Das gibt es hier nämlich nur für 2.50$ die Flasche als Direktimport aus Gerolstein. Gut, wenn man für Kaffee 4$ bezahlt, kann man auch die ein oder andere Kröte für echtes Mineralwasser über die Theke schieben. Denke ich mir zumindest. Meistens greife ich jedoch zu besagtem Weil's Selzer, dass zwar nicht nach Mineralwasser schmeckt, dafür aber so schön in meinem Bauch blubbert:). Bei Bier bleibe ich beim guten Becks Import, an die Bud- und Millerbrühe habe ich nur schlechte Erinnerungen.

Was hier auch überhaupt nicht geht, ist der einheimische Käse. Den kann man, ohne drum herum zu reden, meist in die Tonne kloppenvomit. Zum Überbacken und für den obligatorischen Hamburger reicht er jedoch. Fleisch und Wurst sind eigentlich wie in Good Old Germany, nur bei der Salami sollte man nochmal über das Rezept schauen...

Dann gibt es noch das Thema Brot. Hier gibt es meist nur Weißbrot, dass man (auch wenn volles Korn draufsteht) immer in der gesamten Packungslänge auf etwa 1/4 zusammenknautschen kann. Ich habe das übrigens mal mit der gleichen Marke Brot in Deutschland probiert, bin jedoch nicht über 3/4 der Länge hinausgekommen. Das Gute an dieser Knautschfähigkeit ist, dass das Brot nicht hart wird, auch wenn man es zwei Tage offen rumliegen hat. Über die dafür verantwortlichen "natürlichen" Inhaltsstoffe möchte ich lieber nicht nachdenken.

Zu meiner Überraschung gibt es hier in State College eine Art Bäckerei, das Paneras, in dem man echt leckere Sachen kaufen kann. Unter anderem auch Brot, dass (fast) wie deutsches Graubrot schmeckt. Das Problem ist nur, dass man schon vor 7 Uhr morgens da sein muss, um so einen Leib zu ergattern. Da diese Uhrzeit für mich virtuell ist, komme ich folglich in diesen Genuß nur selten, z.B. wenn ein Schneesturm die Leute am Einkaufen hindert. Ich muß dann immer mit deren Weißbrot vorlieb nehmen. Wenigstens läßt sich das nicht knautschen.

Liebe Grüße

Jochen

P.S.: Seit heute hat sich das Wecker Problem erledigt, der Stecker wurde vom Hausmeister gezogen.