Von Visas und sonstigen Startschwierigkeiten.

Weil es für mich so spannend war, möchte ich hier noch einmal die in sich verschlungene Geschichte meiner Einreisevorbereitungen schildern.

Nachdem also mein Stipendium genehmigt wurde (so um den 25. September, ich war gerade in Bukarest), habe ich sofort nach meiner Ankunft in Deutschland Kontakt mit Penn State aufgenommen um mein DS2019 zu beantragen. Ich möchte diesen Teil kurz halten, also: Meine Unterlagen gingen einmal verloren und es hat bis zum 25. Oktober gedauert, bis mir UPS mein liebes DS2019 in die Hand drücken konnte.

Da mein erster Botschaftstermin bereits am 24. Oktober war und man immer für 1,86€ lieb mit einer Hotline telefonieren muss, habe ich also (für dann zusammen ca. 40€) einen zweiten Termin am 3. November bekommen. Den habe dann auch wargenommen, nachdem einiger "Bürokram" zu erledigen war: ich mußte den Zeitrahmen meines Stipendiums verändern und meine Beurlaubung neu schreiben (ich wollte am 3. November schon längst hier sein). Bei der Botschaft ging dann alles recht kurz und schmerzlos über die Bühne (man wollte keine Unterlagen sehen, obwohl ich mir doch soviel Mühe gegeben hatte zu begründen, warum ich die USA wieder verlassen will) und ich wähnte mich in der trügerischen Sicherheit mein Visum bald zu erhalten.

Doch: Am nächsten Tag rief mich die Botschaft an und erzählte mir, dass ihnen da ein kleiner Fehler unterlaufen wäre, man hätte nämlich mein Namen falsch auf dem Visum verewigt. Das bedeutete für mich, dass ich nochmal bei der Botschaft einreisen mußte (man ist dort schließlich bereits auf US-Boden). Man hatte übrigens nicht meinen Namen falsch geschrieben, sondern mir das Visum einer anderen Person eingeklebt, was ich für wirklich ziemlich bescheuert halte (Photo kommt noch, versprochen).

Nachtrag (17.12.2005): Wie versprochen, das Photo. Wer findet den Fehler?Wenigstens hatte ich dann am Montag den 6. November endlich mein richtiges Visum (mittels Sonderbehandlung in der Botschaft) in der Hand und war bereit meinen Flug anzutreten. Die Tatsache, immer noch ein fremdes Visum im Pass zu haben, beunruhigte mich zwar etwas, aber ich war bereit eine Nacht in Untersuchungshaft in Philadelphia in Kauf zu nehmen:).

Leider hat dann eine heimtückische Mittelohrentzündung (beidseitig) meinen Abflugtermin vom 14. November weiter bis zum 25. November nach hinten verschoben. So eine Mittelohrentzündung ist schon was ganz feines, da man nichts hört und es einem richtig schlecht geht (ein echtes Schmankerl halt). Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an die Mitarbeiter vom TravelPoint, die meine zweimaligen Stornierungsaufträge immer so lieb bearbeitet haben. Warscheinlich hänge ich jetzt bei denen mit einer Warnschrift im Reisebüro: "Don't sell flight tickets to this man!"

Liebe Grüße

Jochen