Was State College so bietet.

Hier ist alles etwas komfortabler. So stehen hier in der Lobby des HUBs, einer Art Mensa, schöne Sessel, auf denen man seine Mittagspause verbringen kann. Dabei hat man sogar die Möglichkeit, sich schön von CNN auf einem Riesenflachbildschirm berieseln zu lassen. Alle Zeitungen (NY Times etc.) sind auf dem Campus umsonst, das nennt sich Student-Reader-Programm (irgendwann muss man ja mal anfangen).

Wenn ich hier den Mensavergleich anstelle, so trifft es in einem Punkt nicht ganz: Im HUB gibt es nur Fastfood Ketten. Na gut, wenn ich darüber nachdenke, gibt es in der Mensa ja auch nur Fastfood, also trifft es vielleicht doch. Also: Es gibt Chinesisch, Sushi, einen Italiener, einen Burgerbrater und einen Marketplace, in dem Hünchenfastfood und Fastfood Salate essen kann (soll heißen, die Salate haben einen seltsamen Geschmack). Das Ganze ist wie eine große Mafia organisiert, denn
  1. man bekommt suggeriert, dass das Essen gesund ist (low carb, low fat, low col.),
  2. man bekommt Prozente, wenn man mit seiner PennState ID Karte bezahlt.
Eine PennState ID Karte ist sowas wie der Studentenausweis für Fortgeschrittene, denn er fungiert auch als Geldkarte, Bibliotheksausweis und ersetzt sogar den Pass, wenn die in der Bank (!) nichts mit dem guten Deutschen Adler anfangen können. Fremde Pässe sind hier halt generell suspekt.

Letzte Woche war in der HUB-Lobby mittags ein Konzert einer Sangesgruppe und überhaupt gibt es im HUB immer viel zu sehen (z.B. die Sportler in ihren kurzen Hosen:)). Da es hier jede Menge Verbindungen gibt (Delta Kappa Sigma etc.) und bei denen oft saufen angesagt ist, hat die Uni ein eigenes Nachtprogramm ins Leben gerufen. So werden hier am Wochenende umsonst jede Menge Kinofilme im großen Auditorium gezeigt (die meist in Deutschland noch nicht gelaufen sind) oder es gibt Open-Games-Nights und Konzerte.

Wenn man möchte kann man für 65$ im Semester das Fitnessprogramm der Uni nutzen. Es gibt hier vier große Fitnesskomplexe, einer sogar mit Sicht aufs Schwimmbad. Wenn man dann sogar Mitarbeiterstatus hat (so wie ich), braucht man sich noch nicht mal mit dem Fußvolk (Studenten) abzugeben, sondern kann den Fitnessbereich für Mitarbeiter nutzen (der, wenn ich mich nicht irre, auch viel länger auf hat - wir müssen ja auch länger arbeiten).

Darüber hinaus kann man sich hier Basketballspiele anschauen oder ins Footballstadium gehen. Als ich heute aus dem Fenster meines Büros schaute, habe ich sogar festgestellt, dass ich freie Sicht auf ein Skigebiet habe (es ist recht klein, aber immerhin). Über das Nachtleben kann ich noch nichts sagen, ich muss noch meine Erkältung auskurieren, ich werde mich jedoch mal schlau machen:).

Es gibt hier sogar ein Fußballstadium, es ist jedoch recht klein im Gegensatz zu dem 109000 Personen fassenden Footballstadium (State College hat samt Studenten übrigens nur ca. 80000 Einwohner). Ich glaube, ich werde mir das Spektakel mal anschauen.

Ihr seht, man suggeriert mir, dass es einem hier nicht langweilig wird. Ich bin da ja mal gespannt.

Liebe Grüße

Jochen