Sicherheit geht vor!

Heute habe ich es endlich mal geschafft, ein kleines Trainingsprogramm im Fitnessbereich hier an der Uni durchzuziehen. Wie ich bereits berichtete, gibt es hier mehere Trainingsbereiche. Einer davon nennt sich "Fitness Loft". Das klingt nicht nur unglaublich mondän, nein ist liegt auch direkt über dem Schwimmbad und man hat freie Sicht auf die Bahnen. Das hört sich doch entspannend an, oder? Dachte ich mir zumindest, als ich im Internet darüber gelesen habe.

Und, so schloß ich, da man dort nur Cardiogeräte benutzen kann, gibt es auch kaum Wartezeit. Und warscheinlich nur Frauen, also genau mein Anforderungsprofil (für was (männliche) Logik alles gut ist).

Kurz um, ich bin da mal hingeschlappt.

Und zu meiner Überraschung hat sich das meiste davon sogar bewahrheitet: Zumindest das mit den Frauen und den Wartezeiten. Außerdem gibt es dort Cardiogeräte, die ich noch nie gesehen habe, was meinen Pfadfinderinstinkt noch längere Zeit beschäftigen wird. Das Ganze ist jedoch nicht so extravagant, wie ich es mir vorgestellt habe. Dies liegt zum einen an einer gewissen Betonbauatmosphäre, zum anderen am Chlorgeruch, den man beim Training immer schön inhalieren muss. Aber was solls, macht die Bronchien frei (von Keimen).

Der eigentliche Punkt kommt jedoch noch: Als ich gerade auf so einem Trimm-Dich-Fit mit meiner fehlenden Kondition beschäftigt war, lief die Herrenschwimmmannschaft von Penn State zu ihrem Training ein (ich habe mich übrigens auf der "falschen Seite" positioniert, da auf der anderen die Damenschwimmmanschaft zu bewundern war). Also ich rede jetzt von so richtig halbprofessionellen Schwimmern. State College ist sehr erfolgreich in diesem Wettbewerb! Also auf jeden Fall war das kein Seepferdchenaufbaukurs oder so.

Dann kam jedoch die Bademeisterin ins Blickfeld und da ist mir echt nichts mehr eingefallen. Eigentlich ist schon Bademeisterin nicht gut genug, man muss eher von Baywatch-Assistant- Manager (David und Pam lassen grüßen) sprechen. Nicht, weil sie so einen schicken roten Badeanzug anhatte, nein, weil sie die ganz große Rettungsausrüstung dabei hatte. Diese roten Baywatch-Bojen sind echt eine ganz große Lachnummer im Gegensatz zu dem, was die mit sich rumgeschleppt hat: Eine gelbe Mega-Rettungboje, die (ungelogen) die Rettungsnixe um eine Kopflänge überragte! Also eine Rettungsboje+5.

Und ich wiederhole: Kein Seepferdchenaufbaukurs!

Naja, vielleicht gibt es hier (genauso wie in Florida) Krokodile im Kanalsystem, die sich manchmal durch die Rohre in die Pools schleichen. Oder Haie...

Da fällt mir auf: Ich habe gar keine Harpune gesehen! Da werde ich doch gleich beim nächsten Mal nachfragen gehen. Nicht dass die da unterbestückt sind.

Liebe Grüße

Jochen