100 Tage!
Ja, hundert Tage sind verstrichen. Langsam geht es hier dem Ende zu und ich habe bereits meinen letzten Scheck an mein Apartmentbüro ausgestellt (dafür habe ich eine lustige "How to get your security deposit back" Anweisung bekommen, aber dazu ein andermal...).
Heute möchte ich - so wie es auch im Bundestag Tradition ist - einmal kurz über meine bisherige Zeit hier reflektieren. Damit es nicht ausufert, beschränke ich mich auf meine Flop bzw. Top 5.
Heute möchte ich - so wie es auch im Bundestag Tradition ist - einmal kurz über meine bisherige Zeit hier reflektieren. Damit es nicht ausufert, beschränke ich mich auf meine Flop bzw. Top 5.
Flop 5
- Die großen Autos, insbesondere diese riesen Jeeps mit zwei Sitzen und der ganz großen Ladefläche. Der Sinn dieser Auto bleibt mir verborgen. Es ist jedoch lustig, dass sich die Amis entschuldigen, wenn sie "nur" ein normal grosses Auto (z.B. einen Golf) fahren.
- Wasser aus der Plastikgallone. Mineralwasser lässt sich einfach nicht ersetzen. Übrigens halte ich es auch in Deutschland auch immer für besonders affektiert, wenn man mir versucht zu erklären, dass stilles Wasser einfach nur toll ist. Dadurch wird man kein Franzose und/oder Italiener.
- Waffen bei Walmart. Michael Moore hat es auf die Kinoleinwand gebracht, dennoch war ich so naiv und habe geglaubt, so was gibt es nur in Texas. Aber hier sind halt überall Einzelkämpfer am Werk und die brauchen natürlich ihre volle Ausrüstung.
- Bier gibt es nicht im Supermarkt und die ständige Ausweispflicht beim Weggehen. Man kommt sich immer wie ein Kleinkrimineller vor, wenn man hier in so einem Bottleshop sein Bier kauft. Dazu kommt noch, dass nur der, der auch die ID vorzeigt, bezahlen darf und dann auch das Six-Pack tragen muss. Was ein Kindergarten. Zur Ausweispflicht sage ich jetzt nur so viel:
"We will check the Photo-Id from all persons looking younger than 32."
- Fehlende Bürgersteige. Wer kennt ihn nicht, den Lehrfilm zum Gewaltverzicht: Rambo. Und hier hat man manchmal das gleiche Gefühl, wenn man durch die Gegend läuft: Gleich hält der Sheriff an und fragt, wieso man denn so durch die Gegend streicht. Aber ich kann das langsam verstehen. In einem Land, in dem Milch teurer ist, als Benzin, sind Fußgänger grundsätzlich verdächtig.
- Paneras. Das gute Brot, der leckere Salat und der Kaffee haben mich hier fast gesünder Leben lassen, wie in Deutschland. Ertser Punkt im Anti-Size-Me-Up.
- Fitnesstudio auf der Uni. 65$ pro Semester und ein top Angebot verteilt auf vier Fitnessstudios halte ich für ein Schnäppchen und die Wochen kamen mir nicht so lang vor. Ausserdem: Zweiter Punkt im Anti-Size-Me-Up.
- Corperate Identity der Uni. Was soll ich dazu noch sagen. Bei den Studiengebühren hier und der damit verbundenen Ausstattung, ist es kein Wunder, dass man sich hier mit seiner Uni identifiziert.
- Bürokratie minus: Das Leben hier ist recht einfach. Und ist man einmal drin in den USA, interessiert es eigentlich keinen mehr so richtig, was man macht.
- Victors Gastfreundschaft. Ohne Victors Hilfe bei der Wohnungseinrichtung wäre einiges hier schlimmer gewesen. Somit ist bei den meisten Dingen - inklusive der Mathematik - alles im grünen Bereich.
Eigentlich müssten noch die lieben Mädels unter mir (die wieder einmal ihren Wecker vergessen haben, ist ja auch Springbreak) auf die Flopliste. Aber ich habe beschlossen die einfach unter "L" wie Liebe abzulegen und verdränge ihr bloße Existenz von nun an einfach aus meiner Erinnerung...
Liebe Grüße
Jochen



0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
<< Zurück zur Hauptseite