Wieder da, ab ins neue Jahr...

Seit gestern Abend sind wir wieder hier in State College und gerade dabei uns zu aklimatisieren. Dabei müssen wir uns nicht nur von den Lichtern der Großstadt erholen, nein, in Washington war es auch 10 Grad wärmer. Soviel Wärme waren wir gar nicht mehr gewöhnt.

Mit dem Auto ging alles klar, Ayka ist gefahren und ich habe gemietet. Wir hatten sogar einen richtig schicken Wagen.
Unser "Sportwagen"
Ich habe einige Bilder hochgeladen und in der Washington 1 Gallerie eingestellt. Es werden noch einige dazu kommen, heute hatte ich nicht genug Zeit, alle zu bearbeiten. Eine kleine Reisezusammenfassung gibt es dann über die nächsten Tage verteilt...

Heute steht der Jahreswechsel an und in State College wurden überall Eisfiguren aufgestellt. Außerdem sind einige Straßen gesperrt und mit Kaffeeständen (Sie sind überall...) und Essensbuden ausgestattet worden. Mal sehen, was das also gibt.

Mir bleibt nur, Euch einen guten Rutsch zu wünschen. Mögen alle Eure Wünsche und Träume im neuen Jahr in Erfüllung gehen.

Liebe Grüße

Jochen

Mensch zweiter Klasse!

Vielleicht ist das hier mein letzter Post für die nächsten paar Tage. Jedoch nur vielleicht! Denn eigentlich wollten wir morgen nach Washington D.C. fahren und erst am Freitag abend wieder hier sein. Eigentlich!

Ayka hat auch extra dafür ihren internationalen Führerschein mitgebracht (ich habe ja keinen - dank der Mittelohrentzündung). Nur leider hat sie keine Kreditkarte. Und ohne die geht hier ja meist wenig und bei Autovermietungen garnichts...

Selbst wenn ich mein Kreditkarte anbiete (die gute Platin-American-Express:)), geht da gar nichts. Null! Nada!

Also habe ich bei der Zentrale von Avis angerufen, um zu fragen, ob denn ich eine Karre mieten kann. Die sagten mir dann, dass das mit dem Führerschein gar kein Problem wäre, ich dürfte mieten und fahren...

Das ist doch mal eine Aussage, oder? Man hat mir hier zwar was anderes gesagt beim Visa-Check-In, und beim Verkehrsbüro steht auch etwas anderes auf der Homepage, aber wieso nicht. Wir sind ja hier schließlich fast im Wilden-Westen und wieso sollte da ein Autovermietung nicht die Gesetze machen? Schließlich braucht Bush ja auch niemanden zu fragen, wenn er jemanden abhören will...

Ich hör zwar wieder mal die Handschellen klicken, aber so kommen wir hier wenigstens an ein Auto. Und ich hoffe, dass ich Ayka als Zweitfahrerin eintragen kann, dann fährt sie nämlich die ganze Zeit und ich bin aus dem Schneider.

Also, entweder ich sitzt ab morgen im Knast und melde mich nicht, oder wir sind in Washington. Wenn jedoch alles ins Wasser fällt, werdet ihr es morgen lesen....

Liebe Grüße

Jochen

Ach du heiliges Spaghettimoster!

Eigentlich wollte ich heute was anderes schreiben (Jun hat mich mit seinem letzten Post inspiriert, ich muss immer noch lachen).

Dann war ich jedoch auf Spiegel.de und meine Wut hat mich zu einem Themenwechsel gebracht. Was mich so wütend macht, fragt ihr Euch?

Dieses ganze Gesabber vom Intelligent Design!

Ja, ihr habt richtig gelesen: Gesabber! Um nicht sogar "geistiger Dünnschiss" zu sagen! Da haben sich ein paar Idioten in den USA zusammengetan um geistigen Müll zu produzieren und schon gibt man denen überall ein Forum.

Wieso ich mich so aufrege? Wenn man hier in den USA eine Zeitung aufschlägt, wird man immer mit diesem Thema zugemüllt. Selbst die Newsweek hat einen zweiteiligen Bericht über Darwin gebracht (was mich 5$ pro Heft gekostet hat; am Anfang habe ich die Diskussion noch aktiv verfolgt).

Da gibt es doch echt "Spezialisten", die behaupten alle Saurierknochen wären vor drei tausend Jahren eingebuddelt worden. Und die dürfen dann mit richtigen Spezialisten in Evolutionstheorie in einer Rubrik "Pro and Contra Intelligent Design" ihren geistigen Müllhaufen entsorgenkotz. Und das Beste ist, diese Heinis organisieren sogar Gruppenausflüge zu großen Museen, um dann die Führungen mit ihren Zwischenfragen zu stören.

Ein Grund, warum sie in meinen Augen so erfolgreich damit sind, ist, dass der durchschnittliche Forscher ein Nerd ist (schaut mich an). Man nimmt so ein Gewürge zuerst nicht ernst und dann kann man sich der rollenden Propagandamaschiene nicht mehr wehren, da man rhetorisch einfacher gestrickt ist als so ein Predigerfritze. Und außerdem: Es ist doch für einen Zeitungsheini immer einfacher einen dahergewürgten Prosatext über verbuddelte Knochen etc. zu schreiben, als sich mit wirklichen biologischen Fachtexten zu beschäftigen (bei mathematische Texten machen sie es genauso).

Wenn ich jetzt auch noch höre, dass die Diskussion nach Europa schwappen soll, könnte ich echt kotzen. Ich dachte immer in Europa bzw. in Deutschland wären wir gebildet. Ich habe mich schon so über die Passage in "Das Salz der Erde" geärgert, in der sich der Papst zu einem ähnlichen Thema äußert. Da versuchen doch echt so ein paar Stockkonservative eine kleine Zeitreise zurück ins Mittelalter zu veranlassen. Demnächst glauben wir dann auch nicht mehr an die Relativitätstheorie und die Erde wird wieder Mittelpunkt des Universums...

Daher unterstütze ich ab jetzt die heilige Kirche des Spaghetti-Monsters.
Und ich fordere Euch auf Gleiches zu tun. Nieder mit der Verdummung!

So, ich hoffe, das war deutlich!

(Grummel-)Gruß

Jochen

2 Kommentare:

Anonymous Anonym meint:

Ich bin Pastafarian der ersten Stunde und heiße alle willkommen, die His Noodleness verehren wollen. Er, welcher mit den Fleischbällchen ist hat alles geschaffen: Berge, Bäume und Zwerge. Yeah!!

26/12/05 16:22   Kommentar bearbeiten
Blogger Jode meint:

Ich finde gut, dass es noch andere Pastafans gibt. Auf das die Menscheit endlich die Warheit erkenne.

26/12/05 17:09   Kommentar bearbeiten

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Der Tag nach den Geschenken

So, Weihnachten ist vorbei, bald ist wieder Sommer. Was bleibt ist (hoffentlich) ein Haufen Geschenke. Ich zumindest war ein lieber Junge, denn ich habe tolle Sachen bekommen. Ich muss auch nichts umtauschen, was mir eine Menge Geld spart, schließlich ist ein Flug nach Deutschland teuer.

Hier ist heute erst Weihnachten, und die Stadt ist so leer, dass man vereinzelt sogar die berühmten "Western-Wüsten-Büsche" durch die Straßen treiben sieht. Und man kann hier noch nicht mal essen gehen. Sogar Walmart hat zu (!), warscheinlich sind die Mitarbieter müde, schließlich mußten sie Santa die ganze Nacht beim Schlittenbeladen helfen...:)

Draussen regnet es in Strömen. Eigentlich also ein Fernsehtag. Ich habe jedoch keinen, daher bin ich auf der Uni. Ein bißchen arbeiten (die blöden Integrale wollen jedoch nicht so wie ich will), ein bißchen surfen und der Tag geht rum. Mein Vorschlag für heute wäre die Weiße Kammer (White Chamber). Ich bin noch nicht ganz damit durch, jedoch kurz vor dem Ende.

Wer immer noch nicht genug von Weihnachten hat, kann sich schließlich auch in folgendes Szenario hineinversetzen (Danke an Rene für den Video-File per Email): Stellt Euch vor, ihr seid technisch begabt, es ist Weihnachstzeit und euch ist langweilig. Was macht man dann? Richtig, in etwa sowas wie dies hier. Oder aber auch so etwas wie sowas hier.

Das ist doch mal wirklich cool, oder? Da sieht man mal, was man alles (sinnvoll:)) mit seiner Zeit anfangen kann. Der Mensch, der sich das ausgedacht hat, hat übrigens dann auch Probleme mit der Polizei bekommen, wie man hier nachlesen kann.

Anscheinend gibt es da eine ganze Branche, mit richtigen Wettbewerben, ein anderes Beispiel wäre hierfür dies und die Hompage dazu.

Die Musik des ersten Videos ist übrigens vom Trans Siberian Orchestra mit Titel Wizards in Winter. (Mußte ich für Ayka herausfinden.)

Und ja, ich bin ein MOF, weil ich das Ganze gerausgesucht habe...

Liebe Grüße

Jochen

3 Kommentare:

Anonymous Anonym meint:

gerade wollte ich mich auf die suche nach dem lied begeben...danke jochen ;)

26/12/05 16:43   Kommentar bearbeiten
Blogger Jode meint:

Freut mich, wenn ich Dir einen Gefallen getan habe. Ayka hat mich solange genervt, bis ich es gesucht und gefunden habe.

Gruss
Jochen

26/12/05 17:05   Kommentar bearbeiten
Anonymous Anonym meint:

hehe, diese Fähigkeit mag wohl in der Familie liegen ;)

27/12/05 11:16   Kommentar bearbeiten

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Weihnachten

Ich wünsche allen frohe Weihnachten und besinnliche Feiertage.
Liebe Grüße

Jochen

23. December revisited

Gerade ist es hier viertel vor drei. Kurz nach dem Mittagessen also, das wie ein Stein in meinem Magen liegt (der Inder hat wieder zugeschlagen, war das einzige was offen hatte).

Wäre ich jetzt in Mainz würde ich in der Schillerklause sitzen. Ich würde mir mit den Jungs ein Bier nach dem anderen reindrücken, Yong (der diesen Jahr übrigens auch nicht da ist) würde irgendwann dazu übergehen Kurze zu bestellen. Kurz um, der Abend würde sein gewohnten "Brownian motion based on Schnick-Schnack-Schnuck" Verlauf nehmen.

Dieses Jahr nicht! Ich bin frei! Kein Gruppenzwang! Keine sinnlosen Kurzenvomit! Kein Feuerwasser! Keine Kneipenbesuche in so exquisiten Läden wie: Der Biertunnel, Florians, Bei Helga, Krokodil, Moulin Rouge etc.

Und: Keine Kopfschmerzen! Ich wiederhole: Keine Kopfschmerzen an Weihnachten!

Um nicht ganz so ein Anti-MOF zu sein, gehe ich heute Abend mit Ayka weg. Da hier alles um 2 Uhr Nachts zumacht, kann es nicht so schlimm werden. Aber ich werde ein bis zwei Bier trinken. Nichts wildes also und die wichtigste Regel: keine Kurzen.

Und: Keine Kopfschmerzen an Weihnachten!

Liebe Grüße (ganz besonders an die MOFs vom Schillerplatz)

Jochen

Restaurantführer

Anschließend an meinen Bericht von gestern möchte ich heute mal meine Erfahrungen mit den Restaurants hier schildern. Wie schon berichtet gibt es hier im HUB einige kleine Fast Food Ketten, die ihr Essen feil bieten.

So gibt es dort einen Italiener, der recht leckere Nudeln und überteuerte Pizzastücke anbietet. Pizza ist hier insgesamt recht teuer, 11$ muß man da für ein ganzes Wagenrad schon hinlegen und das ist mit Blick auf den Geschmack überbewertet. Desweiteren haben wir im HUB eine Salatbar mit Salat (logisch) und fertigen Sandwiches. Außerdem gibt es eine Taccofabrik, eine Burgerbratanlage, eine Sushi-Schmiede und eine Fried-Chicken-Manufaktur. Alles essbar, jedoch nicht so gut wie mein Lieblingsfastfood im HUB (und generell hier): Das Asian Panda.

Wie der Name schon sagt, werfen die asiatisches Allerlei über die Theke, insbesondere das gute Orange flavored Chicken, dass hier bei keinem guten HUB-Asia-Pausenbrot fehlen sollte. Ich glaube echt, dass das Zeug die nötigen Vitamiene und Nährstoffe für den ganzen Tag mitbringt (zumindest, wenn man mit Tony dem Tiger den Tag begonnen hat).
Gemütliche Sessel und Kaffee - Das HUB
Mit Victor war ich außerdem noch in einigen Mampfanlagen in der Stadt. So hat er mir das Paneras gezeigt. Neben Brot kann man dort auch leckere Salate und Sandwiches bestellen. In diesem Laden hatte ich übrigens öfters besagte Konfrontation mit der Phonetik meines Namens. Seit dieser Woche haben die das System (vielleicht lesen die ja hier mit:)) auf die Durchsage von Nummern umgestellt.

Außerdem waren wir noch in einer chinesischen Suppenschänke, die erstklassige Nudelspezialitäten an den Mann bringt. Wenn man dort allerdings eintritt, wähnt man sich sofort außerhalb der USA, da man keine englischen Tischgespräche hört (wenn Landleute bei Landleuten essen, ist das immer ein Zeichen für gutes Essen). Mir ist jedoch noch nicht die Vorgehensweise beim Suppe mit Stäbchen Essen klargeworden. Das gute Schaufelprinzip versagt hier nämlich, da man wirklich einen großen Bottich vor sich stehen hat. Vielleicht liegt es auch daran, dass man es sieht, wenn sich meine Schulter bewegt...

Vorgestern waren wir bei einem Inder, bei dem man Buffet essen kann. Das Essen dort könnte man als scharf bezeichen, es war jedoch so lecker, dass Ayka jeden Tag fragt, wann wir wieder hin gehen. Man kann dort von einer Salat- einer Buffet- und einer Hauptspeisentheke soviel in sich reinschaufeln, bis es nicht mehr geht. Da ich dieses Jahr keine Weihnachtsfeier mitmachen konnte, hatte ich mir das jedoch verdient.

Morgen abend wollen Ayka und ich hier mal auf die Piste gehen. Traditionsgemäß für den 23. fängt das mit einem guten Essen an (im Geiste bin ich bei Euch Jungs, 19 Uhr am Schillerplatz). Mal sehen, was wir ausfindig machen...

Liebe Grüße

Jochen

Essen & Trinken

Manche kulinarischen Köstlichkeiten vermißt man hier recht schnell. Ich fang mal mit dem Mineralwasser an. Das gibt es hier nämlich nur für 2.50$ die Flasche als Direktimport aus Gerolstein. Gut, wenn man für Kaffee 4$ bezahlt, kann man auch die ein oder andere Kröte für echtes Mineralwasser über die Theke schieben. Denke ich mir zumindest. Meistens greife ich jedoch zu besagtem Weil's Selzer, dass zwar nicht nach Mineralwasser schmeckt, dafür aber so schön in meinem Bauch blubbert:). Bei Bier bleibe ich beim guten Becks Import, an die Bud- und Millerbrühe habe ich nur schlechte Erinnerungen.

Was hier auch überhaupt nicht geht, ist der einheimische Käse. Den kann man, ohne drum herum zu reden, meist in die Tonne kloppenvomit. Zum Überbacken und für den obligatorischen Hamburger reicht er jedoch. Fleisch und Wurst sind eigentlich wie in Good Old Germany, nur bei der Salami sollte man nochmal über das Rezept schauen...

Dann gibt es noch das Thema Brot. Hier gibt es meist nur Weißbrot, dass man (auch wenn volles Korn draufsteht) immer in der gesamten Packungslänge auf etwa 1/4 zusammenknautschen kann. Ich habe das übrigens mal mit der gleichen Marke Brot in Deutschland probiert, bin jedoch nicht über 3/4 der Länge hinausgekommen. Das Gute an dieser Knautschfähigkeit ist, dass das Brot nicht hart wird, auch wenn man es zwei Tage offen rumliegen hat. Über die dafür verantwortlichen "natürlichen" Inhaltsstoffe möchte ich lieber nicht nachdenken.

Zu meiner Überraschung gibt es hier in State College eine Art Bäckerei, das Paneras, in dem man echt leckere Sachen kaufen kann. Unter anderem auch Brot, dass (fast) wie deutsches Graubrot schmeckt. Das Problem ist nur, dass man schon vor 7 Uhr morgens da sein muss, um so einen Leib zu ergattern. Da diese Uhrzeit für mich virtuell ist, komme ich folglich in diesen Genuß nur selten, z.B. wenn ein Schneesturm die Leute am Einkaufen hindert. Ich muß dann immer mit deren Weißbrot vorlieb nehmen. Wenigstens läßt sich das nicht knautschen.

Liebe Grüße

Jochen

P.S.: Seit heute hat sich das Wecker Problem erledigt, der Stecker wurde vom Hausmeister gezogen.

Geschenknoteinsatzdienst

Wie ich bereits erwähnt, muß ich mich dieses Jahr nicht um Gechenke kümmern. Nur, was mache ich jetzt mit der Zeit, die ich dadurch zur Verfügung habe? Richtig, ich biete mich als Geschenknoteinsatzdienst an.

Ihr müßt natürlich schnell sein und mit erhöhten Kosten rechnen (UPS Overnight kostet halt), dafür habe ich ein paar richtige Schmankerl rausgesucht. Folgendes kann ich anbieten:

Zuerst mal haben wir da Jesus, die Action Figur. Die Arme sind frei beweglich und unter der Toga befinden sich Rollen um einen Gleiteffekt zu erreichen.

Dann hätten wir da auch noch Moses, die Action Figur. Für die, die es rustikaler mit dem alten Testament haben wollen. Kommt zusammen mit den 10 Geboten und einem abnehmbaren Hirtenstab.

Als nächstes hätte ich da ein Bierglas mit aufgedruckten Nutrition facts. Damit man immer schön weiß, wieviele Kalorien man in sich hineinschüttet. (Nutrition facts sind die auf jeder Packung angebrachten Details über den Nährwert des Inhalts). Bei einer richtigen Ernährung muss man auch auf die Kalorien im Bier achten.

Als letztes nun das Highlight: Schon mal Besuch gehabt und nicht gewußt wohin. Dieses praktische aufblasbare Bett in Form eine Starwars Jedi Gleiters ist der perfekte Schlafplatz. Gut, Erwachsene müssen die Beine anziehen, dafür ist jedoch die Macht mit einem!

Alles hier ist sofort verfügbar, ich muss nur zu Walmart oder einem anderen Geschäft gehen! Sonderwünsche sind auch möglich, bitte vorher per Kommentar Kontakt aufnehmen.

Liebe Grüße

Jochen

Von den lieben Nachbarn.

Wenn man in einem Appartementkomplex wohnt, teilt man sich mit den anderen Mietern meistens nicht nur das Gebäude, sondern auch die Waschmaschiene (wie berichtet) und manchmal auch den Wecker. Ja, ich meine wirklich den Wecker, oder Alarmclock, wie man hier so schön sagt.
Mein Wohnzimmer
Mein Appartement liegt eigentlich ziemlich ruhig, ich habe nur zur einen Seite hin Nachbarn, die hört man jedoch nicht, da die Seitenwände relativ dick isoliert sind. Nur die beiden Mädels über mir, die erfreuen machmal mein Ohr. So haben sie mich einmal mit Streets of Philadelphia in den Wahnsinn getrieben. Volle Lautstärke, nachts um drei! In 5facher Wiederholung.

Gut, die Mädels hatten vielleicht Heimweh nach Phily. Und es war ganz am Anfang, da wußten die warscheinlich noch nicht, dass ich da bin, denn seit dem gibt es eigentlich keine solchen Vorfälle mehr. O.K., manchmal kaufen die beiden sich von ihrem Taschengeld eine neue CD und die wird dann erst mal rauf und runter gespielt. So kann ich jetzt z.B. die neue M. Carey CD mitsingen. Da ich jedoch selbst keinen Radio etc. habe, nehme ich diese Art der Berieselung in Kauf (man ist ja auch Passivraucher).

Kommen wir zurück zum Wecker: Die beiden Damen sind über die Feiertage abgereist, haben jedoch vergessen, ihren Wecker (Marke "Feuerwehrsirene") abzustellen. Das Ding ist ziemlich laut, tutet im Sekundentakt und dröhnt jeden Morgen pünktlich um 7.15Uhr geschlagene zwei Stunden auf uns ein.

Ja, wir haben schon die Vermieter verständigt. Nur leider wollen die hier erst morgen etwas machen, da man nicht so gerne in die Privatsphäre anderer eindringt (das überläßt man lieber der NSA:)).

Ayka und ich sind jetzt dazu übergegangen morgens mit dem Bad gegenzusteueren. Wenn man da nämlich das Licht anmacht, geht auch der Ventilator an, und der ist so laut, dass man den Wecker nicht mehr hört.

Mein armer Schönheitsschlaf!

Liebe Grüße

Jochen

1 Kommentare:

Anonymous Anonym meint:

Ich sehe du schwelgst im Luxus...
Schau mal in deinen Email Account, da habe ich ein paar Schmakerl für dich...
Ich habe sozusagen den Fehdehandschuh ausgepackt, jetzt liegt es an dir!

19/12/05 18:58   Kommentar bearbeiten

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Die Pilgerreise

Da heute so schönes Wetter war, haben Ayka und ich beschlossen zum nächsten größeren Supermarkt zu laufen. Dabei handelt es sich um einen Markt der Kette Weils, der nicht ganz so billig ist wie Walmart (und auch nicht immer offen hat), dafür kann man in 20 Minuten hinlaufen. Weil's verkauft eine Art Mineralwasser - Weil's Selzer - die ich hier im Land der Dasani-Trinker besonders ins Herz geschlossen habe und so bin ich schon öfters dort gewesen.

Wir haben dort also eingekauft, die Einkaufstüten geschultert und waren gerade dabei uns auf den Weg nach Hause zu machen, als uns eine Frau von ihrem Van aus zurief, ob sie uns mitnehmen kann.

Meine Mama und mein Papa haben mir zwar immer verboten bei fremden Leuten ins Auto zu steigen, aber da Ayka dabei war um mich zu beschützen, ich jetzt ja ein großer Junge bin und die Frau so nett aussah mit ihren Kindern, fragte ich sie, wohin sie den fahren würde.

Sie antwortete, dass sie uns hinfahern würde, wo immer wir hin müßten.

Das ist mal ein Angebot, oder? Vielleicht hätten wir es seltsam finden müssen, aber Ayka und ich ich dachten uns nur "sehr freundlich" und stiegen schwer beladen in den Van. Wir machten es uns also zusammen mit den sechs Kindern und der Frau, die sich als Michelle vorstellte, gemütlich. Michelle bat mich, sie zu leiten und fing an vom Weihnachtsfest zu erzählen und dass ihr Mann ihr auch verboten hat Fremde mitzunehmen. Außerdem brachte sie zum Ausdruck, dass wir ihr so leid täten, da wir keine Gemeinde hätten, in der wir uns zu Hause fühlen könnten...

Michelle hat uns dann bis vor die Haustür gebracht, und uns eine Adresse einer christlichen Organisation gegeben, bei der wir uns umbedingt melden sollen. Desweiteren gab sie uns ihre private Adresse samt Telefonnummer (!) mit den Worten:

"Ruft an, ich kann Euch abholen wann immer ihr wollt. Ihr könnt dann bei mir Essen und mit meinen Kindern spielen. Ich fahr Euch dann auch wieder nach Hause. Wir werden viel Spass zusammen haben."

Vielleicht bin ich es einfach aus Deutschland nicht gewohnt, dass einem so etwas passiert, ohne dass die beteiligten Personen etwaigen Sekten oder ähnlichem angehören. Ich bin jedoch immer noch irritiert und werde heute Abend mal richtig heiß duschen...

Vielleicht sollte man ja doch immer auf seine Eltern hören.

Liebe Grüße

Jochen

1 Kommentare:

Anonymous Anonym meint:

Klasse, hört sich nicht schlecht an, wenn ich diese Frau auch etwas eigenartig finde. Hier schneit es übrigens auch gerade... vielleicht klappt es ja mit weißen Weihnachten auch in Mainz

19/12/05 05:00   Kommentar bearbeiten

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Danke!

Als erstes möchte ich ich mich bei Euch allen bedanken, ich bin immer noch ganz platt, wie viele Emails hier gestern bei mir eingegangen sind. Ich bin heute erst mit dem Beantworten fertig geworden!

Wie ihr an folgendem Bild erkennen könnt, war sogar Jürgen Klopp persönlich bei mir, um mir mein neues 05-Trickot samt Mütze zu überreichen.
In der linken Hand halte ich noch die Dollar, die er mir geboten hat, um in der Bundesliga zu spielen, aber ich bin halt nicht käuflich. Und um den Kommentare vorweg zu greifen: Nein, der "Liebe ist..." Kalender ist nicht von ihm! (Sondern von der Mannschaft, die Jungs lieben mich einfach...)

Heute habe ich noch eine Bildergalerie angelegt, den Link könnt ihr auch links in der Seitenleiste finden. Leider kann man dort keine Kommentare zu den Bildern schreiben, daher kann es sein, dass ich die Bilder nochmal auf eine andere Seite umziehe.

Außerdem habe ich noch das Bild von meinem ersten Visa in diesen alten Post eingefügt, sodass jetzt jeder mal meine andere Identität kennen lernen kann:).

Liebe Grüße

Jochen

1 Kommentare:

Blogger Zwiesler meint:

Grias Di Bua,

ja da Dreissga - woat no bis da Viazgga wingt...

Trotzdem alles Gute zum Geburtstag von den Zwieslern... allen voran 'Da Kloa' - der ja jetzt eigentlich der Große ist...

Bis bald

Laura + Niklas

mit Karin und Markus

18/12/05 12:30   Kommentar bearbeiten

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-28-

Hat es mich also wieder einmal erwischt. Wie uncool!

Und das Schlimme ist, dass die große böse 3 näher rückt und man sich nicht mehr freuen kann älter zu werden. Oder habt ihr schon mal jemanden sagen hören: "Bald bin ich dreißig, hurra, ich darf mir ein Haus bauen...". Nein? Ich auch nicht, seht ihr. Man sollte vielleicht weitere Dinge einbauen, die man dann erst machen darf. Mir fallen jetzt zwar keine ein, aber wir sollten uns darüber mal Gedanken machen.

Und: Langsam merkt man auch schon, wie die eigene Leistungsfähigkeit leidet. Z.B.:
  • War man am Vorabend feiern, geht am nächsten Morgen gar nichts. Nicht so wie früher, als man nach der Disco erst mal in die Schule gegangen ist.
  • Daran anknüpfend: Das Geweih, das man Morgens aufhat, nimmt einen länger aus dem Rennen wie früher. Mitunter wird zweimal hintereinander hart aufschlagen langsam zur Herausforderung (Fastnacht geht immer!).
Wie auch immer, ich gebe mich jetzt noch ein wenig dem Selbstmitleid und meinen Erinnerungen an früher hin, bevor ich mir heute Abend dann das Geweih aufsetzte.

Liebe Grüße

Jochen

Selbstversuche...

Hier ist ja einiges anders, das haben wir ja bereits gelernt. Und dies gilt z.B. auch für die verwendeten Farben für Gebäck. So scheint es, dass man als Mitteleuropäer Muffins mit einer rosa oder giftgrünen Haube bzw. Kuchen, dessen Teig selbige Farben hat, nicht gerade sofort zu seiner Lieblingspeise macht. Also ich jedenfalls habe immer einen Bogen um diese "Aliennahrung" gemacht0:).

Da sich jedoch Ayka etwas Süßes kaufen wollte, steuerten wir eine dieser Kaffeeketten an, wo kleine Muffins mit verschiedenen Häubchen schön aufgereiht auf ihre Käufer warteten. Neben rosa und anderen seltsamen Farben gab es auch braune Muffins mit braunen Hauben. Also habe ich so ein (harmlos anmutendes) Teil in Auftrag gegeben, die Kaffeefrau packt ihre "Greiftüte" aus und hinein mit dem Ding. Dabei ist dann auch etwas von der rosa Haube mit an der Tüte haften geblieben.

Wenn man den Geschmack von dem brauen Zeug noch mit viel Liebe als interessant bezeichen kann, so schlägt diese rosa Pampe doch alles, was man so im Spektrum von "süß" gewohnt ist. Ich vermute, dass es eine direkte Kooperation der Zahnärzte mit dem Hersteller dieser Dinger gibt, denn die einzige Beschreibung für den Geschmack, die mir einfällt, ist "Karies+++" (Himbeer war es auf jeden Fall nicht, O.K., vielleicht genmanipulierte Himbeeren...). Falls es Euch also auch einmal reizt, lasst es!!!
Heute hat es hier den ganzen Tag geschneit, aber es gelang mir leider nicht Kleidungsanomalien festzuhalten. Die Straße oben führt diekt auf den Campus zu und bereitet mit ihrer Steigung den Amischlitten einiges an Problemen. Das könnte natürlich mit deutschen Autos nie passieren...

Übrigens wurden heute in State College alle Schulen geschlossen, da die Behörden etwaigen Klagen der Eltern bei Schulbusunfällen etc. aus dem Weg gehen wollen (starke Schneefälle halt). So weiß ich jetzt wenigstens, dass die gefürchtete Klagementalität der US-Bürger den Schulkindern zu Gute kommt.

Liebe Grüße

Jochen

2 Kommentare:

Blogger Jode meint:

Lieber Michael,

danke für Deine Glückwünsche. Ich werde hier am 23. mal an Euch denken, wenn ich an meinem grünen Tee nippe:-).

16/12/05 16:14   Kommentar bearbeiten
Anonymous Anonym meint:

Hi Jochen, wünsche alles Gute zum Geburtstag. Feiert schön! Drück die Ayka von mir.

Liebe Grüße

Janine

P.S. Wollte auch mal einen Kommentar abgeben.

16/12/05 17:11   Kommentar bearbeiten

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Nicht mehr allein!

Seit gestern bin ich nun nicht mehr allein hier. Ayka ist nämlich gestern Abend in State College eingetroffen. Und sie hat nicht nur sich selbst und meine Weihnachtsgeschenke (ich war ein braver Junge) mitgebracht, nein, seit gestern hat die Kälte hier noch mal neue Dimensionen angenommen (O.K. ich gebe es zu, immer die gleichen Superlativen).

Victor war so freundlich und hat mich mit seinem Auto zum Flughafen kutschiert, und da stand doch der Außentemperaturanzeiger auf glatten -18 Grad Celsius! Das finde ich schon sehr beachtlich! Damit keiner sagen kann, ich würde hier übertreiben, habe ich übrigens eine kleine Wetteranzeige in die seitliche Navigationsleiste eingebaut. Übrigens konnten heute wieder einige Flip-Flops und kurze Hosen gesichtet werden (bei immerhin -7 Grad), was Ayka kaum glauben konnte.
Da ich nun auch mein USB-Kabel habe, kann ich Euch jetzt auch Fotos zeigen. Oben seht ihr ein Photo des alten Hauptgebäudes (Old Main) hier. Eine Straße vor dem schneebedeckten Vorplatz trennt den Campus längs von der "Innenstadt" ab. Rechts neben dem Old Main befindet sich dann auch schon direkt mein Arbeitsplatz. Weitere Photos werde ich dann ab morgen immer mal nachreichen, ich hatte heute nur Zeit dieses Bild fürs Internet zu bearbeiten. Ab morgen soll es übrigens wieder wärmer werden und es ist auch Schneefall angekündigt. Mal sehen, ob ich mal ein Beweisphoto von unseren Flip-Flop Trägern machen kann, ich denke, so etwas sollte dokumentiert werden.

Liebe Grüße

Jochen

Sternzeit: Starbucks, Nachtrag.

Seit Montag ist hier am Campus die Nervösität der Studenten in jedem Gebäude spürbar. Es ist schließlich "Finals Week", d.h. alle lernen für ihre Abschlußprüfungen, die meisten Gebäude auf dem Campus haben 24 Stunden ihre Tore offen und das Beste:

Der Kaffee in besagten (und verteufelten) Filialen kostet nur 25 Cent!

Seien wir also ehrlich: spätestens jetzt wäre ich wieder rückfällig geworden. Warscheinlich ist das ja auch der Plan: Ködert die Leute (also die mit solch ehrenwerten Plänen wie meinen) mit diesen Dumpingpreisen, macht sie süchtig und dann immer schön die Preisschraube anziehen.

Da muss ich ja direkt sagen: Gott sei Dank war ich schon vorher wieder zu allem bereit, war mir kein Dollar zu schade um an meinen Schaaatz zu kommen. Sonst müßte ich mir ja noch direkt vorwerfen auf den alten Crack-Dealer-Trick hereingefallen zu sein. Aber so war es meine Entscheidung. Und ich kann auch jederzeit wieder aufhören!

Jetzt muß ich aber weg, die machen gleich zu und ich will mir noch so einen kleinen, lieblich duftenden Kaffee für heute abend holen.

Gruß

Jochen

Starbucks & Konsorten

Ich hatte es mir echt vorgenommen: "Wenn Du in den USA bist, gibst Du kein Geld für Starbuck, Seattles Best etc. aus!" Am Anfang gelang es mir auch diesen allgemein gegenwärtigen Kaffeeketten, den materialisierten Botschaftern des "Ich kann es mir leisten 4$ für Kaffee auszugeben"-Lebensgefühls, aus dem Weg zu gehen. Was nicht einfach ist, da es hier z.B. im HUB zwei Seattles Best Filialen gibt.

Victor hatte mir ja auch eine Kaffemaschiene geschenkt und mein guter Vorsatz - stand er zuerst lediglich auf tönernen Füßen - hatte ein kräftiges Fundament bekommen. Leider kann man mit so einer Maschiene keinen White Chocolate Mocha with Whipped Cream, geschweige denn einen Vanilla Frappuccino (ja, ich weiß, dass Winter ist) zubereiten.

O.K. die Teile kosten um die 4$ und der Kaffee stammt warscheinlich auch nicht aus dem "Eine Welt Sortiment". Aber als Kind der Konsumgesellschaft kann ich nur feststellen: man bekommt ein wertiges Produkt! Nicht so eine Brühe, wie ich sie hier meiner Kaffeemachiene entlocken kann. Außerdem ist sowieso alles Victors Schuld, er hat mich da hingeschleppt!0:)

Also: Alle guten Vorsätze sind dahin, die Dollar müssen raus. (Wenigstens zahle ich immer noch mit Bargeld. Nicht so wie einer meiner Mitstreiter in SF, der irgendwann angefangen hat, den Kaffee mit Kreditkarte zu bezahlen). Falls ich Euch also irgendwann um Geld anflehe, wißt ihr wer Schuld ist: Die Kaffeeketten.

Liebe Grüße

Jochen

2 Kommentare:

Anonymous Anonym meint:

Ich möchte das mit einem kleinen Zitat kommentieren...we gut ist weiß von wem...:

Wenn Achmed keine Drachmen hat,
lutscht traurig er am Dattelblatt.
Es macht Umberto ohne Lire
mit Spaghetti Harakiri.
Hat der Svensson keine Öre,
eilt von dannen seine Göre;
Nimmt man mir den letzten Schilling,
hab' auch ich kein gutes Fieling.

13/12/05 07:34   Kommentar bearbeiten
Blogger Jode meint:

Bevor es soweit kommt, dass ich Handlungen vollbringen muss, die sich am Titel dieser "alten Volksweise" orientieren;), werde ich dann doch lieber wieder auf meine Kaffeemaschienenbrühe zurückgreifen.

13/12/05 13:41   Kommentar bearbeiten

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Vom sauber werden.

Gestern habe ich mal ausprobiert, wie man hier seine Klamotten wieder sauber bekommt. Zum Glück befindet sich hierfür genau auf dem Flur meines Apartments eine Waschmaschiene samt Trockner. Ich bin jetzt kein Freund von Wäsche waschen und bügeln (ich bin mehr so der Rasenmäh- und Heckenschneide-Typ), aber ich kann mich gerade so durch die Temperatur-, Pflege- und Schleuderprogramme einer Waschmaschiene durchkämpfen.

An dieser Stelle möchte ich mal die These äußern, dass es für Männer einfacher ist, einen Computer zusammenzubauen und zu installieren, als den Sinn hinter diesen ganzen Abstufungen bei Wäsche- bzw. Trocknerprogrammen zu verstehen (vielleicht interessiert mich auch einfach der Unterscheid zwischen Schranktrocknen und Bügeltrocken nicht).

Aber hier ist das wie im Paradies! Hier kann man vergessen, was man alles zu beachten hat, denn:

Hurra, es gibt hier nur drei Tasten für hot, warm und cold (also für die Temperatur) und drei für normal, perm press und delicates (also für die Wäscheart). Also einfach hinein mit dem Zeug, zwei Tasten gedrückt und los. Nichts mehr mit: "Ja, nö, mein Pulli, der braucht eine Extrapflegestufe bei 600 Umdrehungen kaltgeschleudert etc."

Nein, hier ist geht das kurz und knapp: "Was, Pulli, naja, delicates, warm, wird schon gut gehen." Da sind noch echte Einzelkämpfer gefragt, die noch zu harten, konkreten Entscheidungen stehen können und sich nicht in den Irrungen der Pflegestufen verirren wollen. Also genau wie bei Computern: Programm runterladen, installieren, wird schon laufen.

Bis es dann mal zum Absturz kommt.

Servus,

Jochen

2 Kommentare:

Anonymous Anonym meint:

So ging es mir in Santa Monica damals auch, aber nachdem ich mich zweimal darüber gefreut habe, wie leicht alles zu bedienen geht, hab ich dann irgendwann angefangen nachzudenken, was für leute was für zeuch in diesem ding waschen ... und dann hast aber nur noch lust auf "hot" zu stellen :-)Christoph

13/12/05 04:52   Kommentar bearbeiten
Blogger Jode meint:

Darûber wollte ich mir eigentlich keine Gedanken machen...

Da Du mich jetzt jedoch darauf gebracht hast, werde ich wohl immer die Desinfektionsreihenfolge "hot then warm then cold" einhalten.

in der Hoffnung, dass "hot" alles abtötet!

13/12/05 13:33   Kommentar bearbeiten

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Hi, my name is Joe!

Hier in State College bekommt man bei einigen Restaurant bzw. auch Cafe-Bars schon bei der Bestellung eine sehr persönliche Bedienung. Man wird nämlich nach seinem Vornamen gefragt, der dann fein säuberlich auf den Kaffeebecher bzw. die Rechnung geschrieben wird. Sinn und Zweck davon ist, dass der Name durchgesagt bzw. aufgerufen wird und man dann sein Zeug abholt.

Nun ist Jochen nicht gerade prädestiniert für die orginal amerikanische Aussprache und so muss man schon an der Theke erst mal buchstabieren (ich kann mich bald schon für die örtlichen "spelling competitions" anmelden). Nun leider liefert dies immer noch keine Phonetik, und somit ist der Durchsager genauso weit wie der Kassierer vorher, d.h. er schaut ziemlich dumm (hab's beobachet:)) wenn er den Namen ausprechen soll.

Manchmal kann ich meinen Namen jedoch gar nicht mehr wieder erkennen. Stellt euch vor, die Anrichte dauert länger, man setzt sich irgenwo hin und auf einmal spricht ein Amerikaner euren Namen (der - sagen wir mal - ähnlich geartet ist, wie Jochen) unter Zuhilfenahme eines Lautsprechersystems Marke "Kirmesbeschallung" aus ("Lose, Lose, Lose..."). Da kann man dann auch mal zehn Minuten auf sein Essen warten, obwohl es schon da steht...

Heute im Starbucks habe ich dann beschlossen, mich ab sofort Joe zu nennen. Das ist ein fairer amerikanischer Name; das ist ein Typ, mit dem kann man auch mal einen saufen gehen, jemand, der auch schon mal ins Auto kotzt (frei nach welchem Film zitiert?). Die Kassentröhte hat nämlich das J so geschrieben, dass es aussah, wie ein U. Die asiatischen Ausspracheversuche des armen Kaffeeschleuderes waren irgendwie nur noch zum Weinen.

Also bis dann, Euer

Joe, äähh Jochen

Der Weihnachtsstreß

Über eine Sache bin ich dieses Jahr echt froh: Ich muß keine Weihnachtsgeschenke kaufen. Na gut, eins schon, schließlich kommt mich Ayka ja über Weihnachten besuchen, aber das bekomme ich schon hin.

Ganz früher, also, als ich noch in der Schule war, habe ich das meist am Morgen des 24. Dezembers erledigt. Das ging dann irgendwann nicht mehr, da wir nach dem Abitur beschlossen hatten, uns immer am 23. Dezember abends zu treffen um über alte Zeite "zu reden". D.h. im Klartext, dass am nächsten Morgen der Helm ziemlich eng sitzt. Hey, gerade fällt mir auf, dass ich dieses Jahr das erste Mal seit langem keine Kopfschmerzen an Weihnachten haben werde. Welch neue Gefühle und Eindrücke auf mich warten!

Zurück zum Thema: Ich muß also immer die Geschenkesuche schon mitten im Dezember beginnen. Wenn ich daran denke, wie voll es da stets in der Stadt ist und wie hektisch die Leute dann sind...

Nun ja, man kann es sich mit drei Glühwein schön saufen. Das gibt es hier z.B. nicht, bzw. würde man direkt verhaftet, wenn man in aller Öffentlichkeit warmen Alkohol trinkt bzw. ausschenkt. Obwohl, man könnte den Glühwein ja in so einen Starbucks-Power-of-Grayskull-Kaffeebecher packen und keiner würde es merken, wenn man hier Mittags schön durch die Stadt läuft und dabei heimlich die Drehzahl erhöht.

Gut, jetzt habe ich ein Wochendprojekt, und es bleibt mir nur, euch schon mal einen Weihnachtsstern zu schenken. Möge er euch genug Zeit und vor allem Ideen geben, wie ihr eure Liebsten glücklich macht.

In diesem Sinne,

Jochen

∗∗Kälte∗∗

Heute hat die gefühlte Kälte bei mir ihr Minimum erreicht. Und ich glaube sogar, dass ich nicht der einzige bin, dem es hier so geht, denn: Ich konnte heute niemanden in kurzen Hosen orten. Also ist entweder der Befehl "Winterkleidung" rausgegangen, oder es ist wirklich kalt. Auch habe ich heute niemanden in Flip-Flops gesehen, dafür habe ich eine neue Mode ausgemacht: Birkenstock-Schlappen.

Also ich meine jetzt die, die hinten offen sind und in Deutschland etweder als Hausschuhe, oder sonst in der Öffentlichkeit nur von - sagen wir mal - alternativ angehauchten Kameraden getragen werden (siischer, siischer, Herr Makjelski). Dazu sieht man dann immer diese dicken Wollsocken (Marke: Eigenbau). Aber es ist ja auch bald Weihnachten und dann hängen die Socken hier am Kamin, und damit mehr reingeht, müssen man die halt vorher einlaufen.

Wenn ich mich recht entsinne, hat Birkenstock hier in den USA sowieso ein anderes Image als bei uns. Als ich nämlich mal nach SF flog, da haben die Amerikaner, die neben mir saßen, so um die fünf Paar Birkenstock beim Zoll deklariert! Als ich fragte, wieso sie gerade Birkenstock einfliegen, sagte man mir, dass in den US teuer und angesagt wären. Und es gab ein Geschäft, das in der einen Hälfte Puma und in der anderen Birkenstock verkauft hat. Das ist doch mal eine Kombination, oder? Ich freue mich jedenfalls wieder auf die Flip-Flops.

Liebe Grüße

Jochen

P.S.: Toni der Tiger hat mir heute Morgen wieder richtig Kraft gegeben!

Wenn man kein Auto hat.

Hier in State College ist zwar im Stadtbereich alles recht überschaubar. Bewegt man sich darüber hinaus, kann es leicht mal etwas weiter werden, zumindest, wenn man zu Fuß unterwegs ist. Soviel habe ich bereits durch meine Erkundungstour am ersten Tag lernen müssen...

Ich wollte heute mal ein größeres Geschäft ansteuern, da die guten Frosties leer waren und mir Toni der Tiger aufgetragen hat neue zu holen. Man hat hier dann Walmart oder ein großes Mall etwas weiter außerhalb zur Auswahl, beide jedoch gut mit dem Bus zu erreichen. Übrigens hat Walmart hier 24 Stunden auf (!), schließt nur dreimal pro Jahr (!) und ist deutlich billiger als alle anderen Supermärkte. Ich habe mich für Walmart entschieden und da ich den ganzen Tag auf meinen vier Buchstaben gesessen habe, dachte ich mir: Frag doch mal einen Eingeborenen, ob man da auch hinlaufen kann, so bis 20 Minuten wären für mich O.K. gewesen. Gedacht, getan und so sagte ein freundlicher Herr zu mir, dass sich der Markt auf jeden Fall in "walking distance" befände und gab mir noch eine freundliche Wegbeschreibung.

Machen wir es kurz: Ich bin fast 50 Minuten dorthin gelaufen und es war bitterkalt!

Was habe ich daraus gelernt? Frage hier nie jemanden, ob etwas in "walking distance" ist. Er weiß es nämlich nicht, da er sich über eine gewisse Entfernung hinaus noch nie ohne sein Auto fortbewegt hat (irgendwann gibt es ja auch keine Bürgersteige mehr). Daher schätzt er es halt mal einfach so ab. So werden dann aus fünf Autominuten schnell mal imaginäre 25 Minuten zu Fuß, weil man es halt über den Daumen peilt.

Naja, wenigstens habe ich billig einkaufen können.

Liebe Grüße

Jochen

1 Kommentare:

Anonymous Anonym meint:

Alter, jammer nicht rum. Du musst dir die Frosties auch verdienen. No Pain, no gain sag ich da :-D

8/12/05 16:27   Kommentar bearbeiten

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Was State College so bietet.

Hier ist alles etwas komfortabler. So stehen hier in der Lobby des HUBs, einer Art Mensa, schöne Sessel, auf denen man seine Mittagspause verbringen kann. Dabei hat man sogar die Möglichkeit, sich schön von CNN auf einem Riesenflachbildschirm berieseln zu lassen. Alle Zeitungen (NY Times etc.) sind auf dem Campus umsonst, das nennt sich Student-Reader-Programm (irgendwann muss man ja mal anfangen).

Wenn ich hier den Mensavergleich anstelle, so trifft es in einem Punkt nicht ganz: Im HUB gibt es nur Fastfood Ketten. Na gut, wenn ich darüber nachdenke, gibt es in der Mensa ja auch nur Fastfood, also trifft es vielleicht doch. Also: Es gibt Chinesisch, Sushi, einen Italiener, einen Burgerbrater und einen Marketplace, in dem Hünchenfastfood und Fastfood Salate essen kann (soll heißen, die Salate haben einen seltsamen Geschmack). Das Ganze ist wie eine große Mafia organisiert, denn
  1. man bekommt suggeriert, dass das Essen gesund ist (low carb, low fat, low col.),
  2. man bekommt Prozente, wenn man mit seiner PennState ID Karte bezahlt.
Eine PennState ID Karte ist sowas wie der Studentenausweis für Fortgeschrittene, denn er fungiert auch als Geldkarte, Bibliotheksausweis und ersetzt sogar den Pass, wenn die in der Bank (!) nichts mit dem guten Deutschen Adler anfangen können. Fremde Pässe sind hier halt generell suspekt.

Letzte Woche war in der HUB-Lobby mittags ein Konzert einer Sangesgruppe und überhaupt gibt es im HUB immer viel zu sehen (z.B. die Sportler in ihren kurzen Hosen:)). Da es hier jede Menge Verbindungen gibt (Delta Kappa Sigma etc.) und bei denen oft saufen angesagt ist, hat die Uni ein eigenes Nachtprogramm ins Leben gerufen. So werden hier am Wochenende umsonst jede Menge Kinofilme im großen Auditorium gezeigt (die meist in Deutschland noch nicht gelaufen sind) oder es gibt Open-Games-Nights und Konzerte.

Wenn man möchte kann man für 65$ im Semester das Fitnessprogramm der Uni nutzen. Es gibt hier vier große Fitnesskomplexe, einer sogar mit Sicht aufs Schwimmbad. Wenn man dann sogar Mitarbeiterstatus hat (so wie ich), braucht man sich noch nicht mal mit dem Fußvolk (Studenten) abzugeben, sondern kann den Fitnessbereich für Mitarbeiter nutzen (der, wenn ich mich nicht irre, auch viel länger auf hat - wir müssen ja auch länger arbeiten).

Darüber hinaus kann man sich hier Basketballspiele anschauen oder ins Footballstadium gehen. Als ich heute aus dem Fenster meines Büros schaute, habe ich sogar festgestellt, dass ich freie Sicht auf ein Skigebiet habe (es ist recht klein, aber immerhin). Über das Nachtleben kann ich noch nichts sagen, ich muss noch meine Erkältung auskurieren, ich werde mich jedoch mal schlau machen:).

Es gibt hier sogar ein Fußballstadium, es ist jedoch recht klein im Gegensatz zu dem 109000 Personen fassenden Footballstadium (State College hat samt Studenten übrigens nur ca. 80000 Einwohner). Ich glaube, ich werde mir das Spektakel mal anschauen.

Ihr seht, man suggeriert mir, dass es einem hier nicht langweilig wird. Ich bin da ja mal gespannt.

Liebe Grüße

Jochen

Die Welt der Broschüren.

Wenn man hier in State College ankommt warten einige Behördengänge auf einen. Zuerst muß man bei Visa-Büro der Uni vorsprechen. Die verpassen einem dann eine PSU-Id, eine Art Sozialversicherungsnummer, ohne die hier gar nichts geht. Man klärt einen dort auch über alle sonstigen Rechte und Pflichten auf, die man als Alien (so heißt mein Status hier) zu beachten hat. Nun ratet mal, was man da als erstes unter die Nase gehalten bekommt?

Richtig, eine Broschüre über sexuelle Belästigung. Wenn man das Teil dann so durchblättert, merkt man, welche Paranoia hier diesbezüglich herrscht. Man muß dann am Ende auch unterschreiben, dass man die Broschüre schön gelesen hat. Ich glaube das Schlimme ist, dass man das alles hier wirklich ernst meint.

Als ich dann bei meinem Vermieter vorsingen war - es mußten noch einige Verträge unterschrieben werden - folgte dann der nächste Anschlag: Eine Aufklärungsbroschüre über Blei im Haushalt. Obwohl man mir versicherte, dass niemals Blei in meiner Wohnung verwendet wurde, mußte ich mich wiedermal durch ein paar Seiten ackern. Und unterschreiben.

Alles sehr seltsam. Aber manchmal muß man sich halt einfach nur treiben lassen.

Liebe Grüße

Jochen

2 Kommentare:

Anonymous Anonym meint:

Servus Jochen,

schön zu hören, daß es Dir gut geht.
Hier in Mainz gibt es bis auf drei Punkte nichts Neues.
Ach doch, der Klopp hat gestern heimlich geheiratet. Aber nicht etwa den Noveski für seine zwei Tore beim Spiel "gegen" Frankfurt und auch nicht den Auer wegen seiner Antrittsstärke sondern seine Freundin.

München war richtig cool. Da es leider, entgegen meiner Kalkulation, keine drei Punkte gab, habe ich halt drei Haxen aus München (in meinem Magen) mitgenommen. Ich glaube mittlerweile trage ich sie auf der Hüfte.
Aber das Stadion ist echt der Hammer. Der Heidel hat es sich auch ganz genau angesehen. Nehme mal an, der will das in Mainz toppen!!!
Wenn die Mitten im Winter einen auf Sommer machen, solltest Du denen mal die Tradition vom Advents-Grillen nahebringen. Schicke Dir gerne ein Paket mit 5kg der guten Hausmarke!

Liebe Grüße,

Nils

6/12/05 09:02   Kommentar bearbeiten
Anonymous Anonym meint:

Hm, tja Ditsche Bub - sie haben dich also einreisen lassen... :-)! Schön, dass alles ok ist!

Nils hat ja von den letzten Ausflügen berichtet... München war echt cool, bissi kalt, aber da will ich dir mal nix vorjammern, bei 15 cm Schnee vor der Haustür... ("Schnee vor der Nase" hört sich etwas zweideutig an... :-)).

Sveni und ich waren letzte Woche für ein paar Tage in bella Roma und es war zwar ziemlich verregnet, aber es ist doch immer wieder schön bei den "halben Landsmännern".

Tja, nochmal zu München - du hast gefehlt, sonst wären die drei Punkte sicher gewesen, hat ja aber dann letzten Samstag mit Wolfsburg geklappt...
... Und die Jungs haben in München wirklich gut zugeschlagen... keine Hax'n war mehr sicher...

Seit heute in der Mittagspause weiss ich, warum du gerade jetzt "geflüchtet" bist... Die Stadt ist ätzend voll, alle drehen am Rad und sind im Vollstress bzgl. Weihnachtsgeschenken... all das ersparst du dir also - geniesse es! :-)

Wir sind gespannt auf weitere lustige Geschichten von dir... lass es dir gutgehen und pass auf dich auf!

Liebe Grüße vom Nikolaus!
Diana

6/12/05 09:18   Kommentar bearbeiten

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Es ist kalt hier...

und mit kalt meine ich nicht so einen "10°C Kindergeburtstag", nein es hat hier Nachts so 23°F. Und da sind wir schon bei einem meiner Probleme hier: Die anderen Maßeinheiten.

Wen man nun also wissen will, wie kalt es ist, so muss man folgende Formel benutzen: C=(F-32)/9*5 (auf die Oz. usw. will ich hier gar nicht erst eingehen). So kalt ist es also Nachts und am Tag überschreiten wir hier gerade mal so die 0°C. Seit gestern liegt hier auch so um die 15 cm Schnee. Dennoch, und das ist irgendwie sehr lustig, laufen hier manche herum wie im Sommer.

So scheint es etwa für die Sportstudenten normal zu sein, immer in kurzen Hosen rumzulaufen (gut, in Mainz laufen die Mediziner auch immer mit ihren weißen Kitteln rum:), scheint ein ähnliches Denkschema zu sein). Warscheinlich gibt es bei denen wie bei der Bundeswehr ein Kommando Sommer/Winter und erst dann darf man die Kleidung wechseln. Und ich rede hier nicht nur von den Männern, nein, auch die Damen zeigen hier ab und an noch viel Bein.

Außerdem ist bei manchen immer noch Flip-Flop Saison. Selbst bei Schee! Also fast Barfuss im Schnee! Und ja, auch die Frauen! Stellt Euch mal vor, ihr lauft durch die Stadt, es liegt (ordentlich) Schnee und die Geschäftsinhaber schaufeln ganz gemütlich den Schnee weg. In Flip-Flops! Da fällt einem dann nichts mehr ein, zumindest ging es mir heute morgen so.

Naja, warscheinlich härtet es einen so richtig ab. Da fällt mir ein, ich habe doch auch ein paar Badelatschen dabei. Vielleicht sollte ich auch mal im Mallorca-outfit mein Lebensgefühl als richtiger Deutscher zum Ausdruck bringen. Ich geh dann mal... ein Rippunterhemd kaufen.

Bis dann,

Jochen

Die Ankunft.

Von Philadelphia nach State College fliegt man dann mit einem US Airways Express Shuttle. Was so vornehm klingt, heißt jedoch nichts anderes, als dass man in eine Propellermaschiene steigen muss, die einen dann in die Pampa fliegt. Das Witzige an dieser Linie ist, dass meist zuviele Personen mit viel zu viel Gepäck mitfliegen wollen. Daher kann es sein, dass das ein oder andere Stück draußen bleibt - wie mein Koffer zum Beispiel.

Gut, ich hatte damit gerechnet (es ging ja bisher systematisch alles schief) und so waren die wichtigsten Dinge im Handgepäck. Victor hat mir dann später gesagt, das dies normal sei, manchmal würde die Fluggesellschaft sogar fragen, ob jemand seinen Platz zugunsten von Gepäck aufgeben würde. Mein Koffer wurde übrigens noch am selben Abend bei Victor abgeliefert.

Die erste Nacht bin ich bei Victor und seiner Familie untergekommen. Victor hat drei Kinder (zwei Söhne und eine Tochter) und ich habe neben diesen und seiner Frau auch noch gleich seine Nichte kennengelernt. Ich hatte eigentlich damit gerechnet noch etwas Truthahn abzubekommen (einen Tag vorher war schließlich Thanksgiving), doch ich mußte mit asiatischem Allerlei vorlieb nehmen (das übrigens sehr köstlich war). Victors ältester Sohn hat dann einiges an Coolheitspunkten gewonnen, als er die neuste Version von Dance-Station für die PS2 ausgepackt hat. Victors Nichte und er haben das dann den ganzen Abend gespielt (er hatte sogar zwei Tanzmatten!). Da ich jedoch zu Müde war, konnte ich seinen Aufforderungen mitzuspielen nicht folgeleisten. So wie er das jedoch drauf hatte, hat er bereits die ein oder andere Minute an einem Automaten geübt, dennoch hätte ihn natürlich klar gemacht8-).

Ich bin dann so gegen 22 Uhr ins Bett und habe meinen Jet-Lag kultiviert. Am nächsten Morgen hat Victor dann erstmal sein Haus ausgemistet, um mir einiges an Sachen für meine Wohnung mitgeben zu können. Das ganze war eine klassische Win-Win Situation, da er den Plunder nicht mehr gebrauchen kann und ich mir einiges an Anschaffungskosten gespart habe. So sind wir dann mit einigen Kisten und Gepäck beladen in mein neues Zuhause gefahren, was in Mitten der "Stadt" in einem Apartmentkomplex liegt. Die Wohnung ist recht schön, lediglich einige Möbel haben schon den ein oder anderen Weltkrieg erlebt:(.

Nachdem mich Victor verlassen hat, habe ich meine erste Erkundungstour in State College gemacht. Man kann sagen, dass alles hier recht übersichtlich zugeht. Was nicht heißt, dass die Stadt keine gewisse Ausdehnung hat. Allein der Campus ist riesig und fast so groß wie die Stadtfläche. Mein Spaziergang wurde durch folgendes unfreiwillig zu einer willenlosen Lauferei: Hier sind die Straßenschilder unter den Ampeln angebracht (die übrigens hinter der Kreuzung stehen). Das hat mich zur Annahme verleitet, dass die Straße unter dem Schild so heißt wie oben drüber vermerkt. Nur leider heißt die kreuzende Straße so. Wenn man sich also nach diesem System und ohne Karte an den Straßennamen orientiert, wird es leicht etwas länger. Vor allem, wenn man nicht umkehren möchte. Mehr möchte ich dazu nicht sagen, da mir meine Füße beim Gedanken daran immer noch wehtun.

Aber wie wir ja alle wissen: Eine Stadt muß man sich erlaufen!

Liebe Grüße

Jochen

Zeigt her Eure Füße - die Einreise!

Nachdem also meine Mittelohrentzündung so weit auskuriert war, dass ich wieder einen gesunden Druckausgeich vonehmen konnte, stand ich am 25. November mit drei Koffern bewaffnet am Check in von US-Airways. Bewaffnet deshalb, weil an einem ein falsches Namenschild angebracht war und ich mich erst mal rechtfertigen mußte, wem denn dieser Koffer gehört.

Nun gut, als dieses Problem ausgräumt war und ich versicherte, dass ich mein Gepäck selbst gepackt hatte, konnte ich mich der ersten Sicherheitskontrolle nähern. Dabei wurde mir klar, dass sich die ganzen Aktionen von Akte 08/15 ungelöst, und wie auch immer diese Magazine heißen, ausgezahlt hatten: Jeder durfte schön seine Schuhe ausziehen. Und damit nicht genug, die Füße wurden auch noch extra mit einem Handmetalldetektor "durchsucht". Danach wurde man nochmal gefragt, ob man schön alles selbst gepackt hatte und ob auf dem Flughafen auch nichts Böses mehr dazu gekommen war.

Schließlich gelangte ich dann an Bord. Der Flug war nicht wirklich spannend, ich möchte lediglich darauf hinweisen, dass mein neuer "lieblings schlechter Film" Mr. und Ms. Smith ist (im Kino wären es 8€ für die Tonne gewesen), möglicherweise habe ich ihn jedoch einfach nicht verstanden8-). Die Handlung ist auch nun mal sehr anspruchsvoll.

In Philadelphia angekommen, reihte ich mich in die Visaabfertigungsschlange ein. Da steht man dann auch mal eine gute Stunde, schließlich wollen alle Patschefinger gescannt und Verbrechervisagen fotographiert werden. Ich selbst war wieder mal optimal vorbereitet: Ich wußte, warum ich die USA wieder verlassen will und hatte alle Einladungsschreiben/Papiere bei der Hand. Leider wollte das ganze Zeug dann wieder keiner sehen:(. Aus lauter Unmut hierüber habe ich den Officer erst mal durch eine geschickte Frage meinerseits aus dem Stempelkonzept gebracht, woraufhin er zu seinem Vorgesetzten maschiert ist - die Schlange hinter mir fand das nicht so lustig. Dabei wollte ich eigentlich nur wissen wie lange ich denn nun wirklich in den USA bleiben darf! (Man darf nämlich 30 Tage länger bleiben, als auf dem DS2019 vermerkt ist.)

Der Officer hat sich dann auch bei mir bedankt, da er mal (wieder) was gelernt hat (die 30 Tagefrist), was ich dann einfach mal so zur Kenntnis genommen habe (ich dachte immer, dass man wissen muss, was man tut, wenn man Immigration-Officer ist, aber offensichtlich genügt es, wenn man Fingeradrücke nehmen kann). Schließlich mußte ich nochmal meine Schuhe ausziehen, da anscheinend Akte 08/15 auf die Inlandsflüge von Philadelphia aus abgeprüft hat:). Der Kreis schließt sich halt immer.

Liebe Grüße

Jochen

Von Visas und sonstigen Startschwierigkeiten.

Weil es für mich so spannend war, möchte ich hier noch einmal die in sich verschlungene Geschichte meiner Einreisevorbereitungen schildern.

Nachdem also mein Stipendium genehmigt wurde (so um den 25. September, ich war gerade in Bukarest), habe ich sofort nach meiner Ankunft in Deutschland Kontakt mit Penn State aufgenommen um mein DS2019 zu beantragen. Ich möchte diesen Teil kurz halten, also: Meine Unterlagen gingen einmal verloren und es hat bis zum 25. Oktober gedauert, bis mir UPS mein liebes DS2019 in die Hand drücken konnte.

Da mein erster Botschaftstermin bereits am 24. Oktober war und man immer für 1,86€ lieb mit einer Hotline telefonieren muss, habe ich also (für dann zusammen ca. 40€) einen zweiten Termin am 3. November bekommen. Den habe dann auch wargenommen, nachdem einiger "Bürokram" zu erledigen war: ich mußte den Zeitrahmen meines Stipendiums verändern und meine Beurlaubung neu schreiben (ich wollte am 3. November schon längst hier sein). Bei der Botschaft ging dann alles recht kurz und schmerzlos über die Bühne (man wollte keine Unterlagen sehen, obwohl ich mir doch soviel Mühe gegeben hatte zu begründen, warum ich die USA wieder verlassen will) und ich wähnte mich in der trügerischen Sicherheit mein Visum bald zu erhalten.

Doch: Am nächsten Tag rief mich die Botschaft an und erzählte mir, dass ihnen da ein kleiner Fehler unterlaufen wäre, man hätte nämlich mein Namen falsch auf dem Visum verewigt. Das bedeutete für mich, dass ich nochmal bei der Botschaft einreisen mußte (man ist dort schließlich bereits auf US-Boden). Man hatte übrigens nicht meinen Namen falsch geschrieben, sondern mir das Visum einer anderen Person eingeklebt, was ich für wirklich ziemlich bescheuert halte (Photo kommt noch, versprochen).

Nachtrag (17.12.2005): Wie versprochen, das Photo. Wer findet den Fehler?Wenigstens hatte ich dann am Montag den 6. November endlich mein richtiges Visum (mittels Sonderbehandlung in der Botschaft) in der Hand und war bereit meinen Flug anzutreten. Die Tatsache, immer noch ein fremdes Visum im Pass zu haben, beunruhigte mich zwar etwas, aber ich war bereit eine Nacht in Untersuchungshaft in Philadelphia in Kauf zu nehmen:).

Leider hat dann eine heimtückische Mittelohrentzündung (beidseitig) meinen Abflugtermin vom 14. November weiter bis zum 25. November nach hinten verschoben. So eine Mittelohrentzündung ist schon was ganz feines, da man nichts hört und es einem richtig schlecht geht (ein echtes Schmankerl halt). Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an die Mitarbeiter vom TravelPoint, die meine zweimaligen Stornierungsaufträge immer so lieb bearbeitet haben. Warscheinlich hänge ich jetzt bei denen mit einer Warnschrift im Reisebüro: "Don't sell flight tickets to this man!"

Liebe Grüße

Jochen